Kirchenzeitung - 08.06.2004
Katholikenausschuss geht mit "TORa ET LABORA" Partnerschaft ein

Dass "Gott ein Kölner" ist und den geliebten FC wieder und wieder ins "gelobte Land" führen wird, davon ist in Köln nicht nur der Fanclub TORA ET LABORA überzeugt. Dieser Fanclub trägt mit Stolz den Titel "Kölns frommster Fanclub". Jetzt sind der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Fanclub eine offizielle Partnerschaft miteinander eingegangen.
Döker und BartschererHannelore Bartscherer, Vorsitzende des Katholikenausschusses, lobt den Club mit rund 95 Mitgliedern als beispielhaftes Projekt kirchlicher Jugend- und Familienarbeit in der Stadt. Als äußeres Zeichen hat der Katholikenausschuss 20 leuchtend rote originale "TORa-ET-LABORA-Fanschals" erworben, die fußballbegeisterte Mitglieder des Ausschusses beim Besuch eines Spiels des FC tragen werden - oder die Schals werden zu bestimmten Anlässen verschenkt. Als erster wurde der verabschiedete Stadtdechant Dr. Johannes Westhoff mit einem solchen Schal beglückt. Der 35-jährige Alterspräsident Tom Döker, Pastoralreferent in Gemeinden des Kölner Nordens, freut sich über die Unterstützung des Laiengremiums, denn die "Jugendarbeit muss mit geringen Mitteln auskommen". Im 1999 gegründeten Fanclub, von den Kirchengemeinden St. Vitalis und St. Brictius getragen, sind "Menschen jeden Alters" zusammengefasst. Wir haben auch kirchenfremde Mitglieder, die sich bei uns aufgehoben fühlen. Wir beten nicht vor jedem Spiel vor der Marienstatue, und an einen Fußball-Gott, der die Bayern bevorzugt, glauben wir sowieso nicht", erklärt Döker. Der Fanclub, der sich mittlerweile in Chorweiler, Vingst, Junkersdorf verbreitet hat, feiert immer wieder Gottesdienste in rot-weiß. Weihbischof Manfred Melzer gehört zu den Sponsoren des Vereins. Jetzt will der Club Weihbischof Dr. Rainer Woelki als Mitglied werben. Eigentlich könnte der Fanclub das Geld des Katholikenausschusses für seine eigene Jugendarbeit gut gebrauchen, doch der Erlös des Schals geht gemäß eines Versprechens an eine Kinderklinik in Bethlehem. Der Club hatte im Falle des Klassenerhaltes versprochen, das Geld zu spenden. "Jetzt nach dem Abstieg sollen die Kinder nicht darunter leiden, sondern das Geld dennoch erhalten", verspricht Tom Döker.


(RUM)